Logbuch

Meine Eindruecke und Erfahrungen auf der Reise durch die Welt.

Samstag, Oktober 14, 2006

Da bin ich mal wieder. Eine lange Zeit ist inzwischen vergangen, dass ich geschrieben habe. Das liegt daran, dass ich auf dem Schiff keinen Internetzugang habe. Ich kann lediglich E-Mails schreiben und Empfangen. Es gibt schon Internet auf dem Schiff, es ist aber gesperrt. Nur die Arbeitsbereiche haben Zugang. Und da ich gerade in der Klinik arbeite, nutze ich die Gelegenheit und schreib mal schnell ein paar Zeilen.
Inzwischen bin ich schon seit 3 Wochen auf dem Schiff. Und es gefaellt mir sehr, sehr gut.
Die Arbeit wird immer mehr und ich habe kaum Zeit, um Briefe oder E-Mails zu schreiben. Jeden Morgen gehe ich um 6 Uhr joggen, damit ich wenigstens etwas Bewegung habe und nicht allzu fett werde:-) Habe hier immerhin schon 2 kg zugenommen. Das Essen ist soooo lecker!
Tagsueber arbeite ich in meinem Bereich, zur Zeit als Krankenschwester, und abends haben wir oftmals Programm fuer Einheimische auf dem Schiff.
Donnerstags abends haben wir immer unseren Gebetsabend, da wird es auch schon mal 12 Uhr bis man ins Bett kommt. Wir haben jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag um 8 Uhr Andacht oder studieren ein Buch aus der Bibel, zur Zeit ist es Jona.
Heute Morgen hatten wir unseren Gebetstag fuer Deutschland. Da haben sich dann alle deutschen getroffen und fuer Deutschland gebetet. War sehr gut. Unser Leiter hoert jetzt auf und er meinete ganz trocken, dass er sich vorstellen kann, dass ich die Leitung uebernehme. Noch eine Aufgabe mehr.
Letzte Woche waren wir beim Botschafter eingeladen, dass war mal richtig cool. Auf dem Weg dorthin sind wir zwar so richtig nass geworden und sahen aus, wie begossene Pudel, aber es war ein interessante Abend. Es waren auch einige Austauschstudenten eingeladen und wir konnten uns super mit ihnen ueber die Doulos und unsere Aufgabe unterhalten. Die meisten koennen es nicht verstehen, dass man fuer so lange Zeit, auf so engem Raum so friedlich zusammenleben kann.
Am Donnerstag habe ich ein Programm fuer behinderte Kinder an Bord moderiert und gestaltet. Das war eine grosse Herausforderung fuer mich, aber es hat mir sehr viel Freude bereitet, zu sehen, wie gluecklich die Kinder trotz ihrer Einschraenkungen sind.
So, mein naechster Patient steht vor der Tuer.
Ich gruesse Euch alle sehr herzlich und wuensche Euch in allem was ihr tut, Gottes Segen.
Vermisse Euch.