Gestern hatten wir wieder eine unserer I-Nights (International Night). Diesmal hatten wir eine open air Veranstaltung auf dem "Smoky Mountain". Warum "Smoky Mountain"? Weil, dort leben die aermsten der Armen zu tausenden in mehreren Hochhaeusern die die Regierung fuer sie gebaut hat, damit sie wenigstens ein Dach ueber dem Kopf haben und diejendigen die nicht mit in die Hauser koennen, die schlafen draussen auf dem Muellhaufen. Dort gibt es so viel Muell das es abartigt stinkt. Daher der Name. Fuer uns ist der Muellhaufen ein Muellhaufen, fuer diese Leute ist es alles was sie haben, dort finden sie Papier um Feuer zu machen oder Essensreste mit denen sie sich am Leben halten.
Auf der I-Night zeigen wir die unterschiedlichsten Taenze aus den unterschiedlichsten Nationen, wir haben Theaterstuecke (ohne Worte) und eine Predigt.
Ich war schon lange vor Programmbeginn dort, da ich Leite des Gebetsteams war, habe mich mit unterschiedlichen beteiligten getroffen und gebetet und Gebetsanliegen gesammelt. Ich stand im Kontakt mit den Verantwortlichen von Ton und Technik, den Organisatoren, den Mitwirkenden, einfach allen. Ich hatte eine ganze Gruppe von Leuten im Gebetsteam die sich dann auf dem ganzen Veranstaltungsgebiet verteilt haben und fuer bestimmte Dinge den ganzen Tag ueber gebetet haben. Hatte ich neue Gebetsanliegen, habe ich die Leute aufgesucht die Gebetsanliegen mitgeteilt, so dass sie auch immer auf dem Laufenden waren.
Zwischenzeitlich haben wir uns mit den Kindern vor Ort beschaeftigt. Ich habe noch nie so viele Kinder auf einem Haufen gesehn. Und Ihr koennt Euch nicht vorstellen, wie sehr sie nach Liebe und Anerkennung suchen. Wenn sie uns gesehen haben, sind sie auf uns zugerannt, in unsere Arme gelaufen, wollen auf den Arm, haben uns umarmt und sind den Rest des Tages nicht mehr von uns gewichen. Wollten wir mal eine Pause mussten wir hinter die Buhne in den abgesperrten Bereich gehen, wo die Kinder dann von aussen am Zaun gestanden haben, traurig zu einem rueber geblickt haben und so lange deinen Namen gerufen haben, bis du zurueck gekommen bist.
Ich kann gar nicht alles aufschreiben, was ich an diesem einem Abend alles erlebt habe, das wuerde ein ganzes Buch werden. Wenn jemand mehr Infos moechte, der kann mir gerne schreiben.

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